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Ärztliche Betreuung Siehe auch Kapitel 1 »Vorsorge und Notfälle«. Ihr Hausarzt sollte die Person Ihres Vertrauens und Ihr Ansprechpartner bei allen gesundheitlichen Fragen sein. Er erkennt altersbedingte Veränderungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose, Mangelerscheinungen, Durchblutungsstörungen, Cholesterin, die Sie nicht direkt spüren, die aber möglicherweise dennoch vorhanden sind.
Auch bei Beschwerden wie Inkontinenz (Blasenschwäche,
Darmverschlussschwäche) und Störungen beim Harnlassen sollten Sie mit
Ihrem Hausarzt sprechen.
Diese Beschwerden sind schon lange keine Tabu-Themen mehr und treten viel
häufiger auf als gemeinhin angenommen wird. Ambulante Pflege Über pflegerische und medizinische Hilfen informiert Sie die i.a.v.-Stelle, ebenso bei Fragen zur Einstufung in eine Pflegestufe bei dauerndem Pflegebedarf und bei Behinderungen. Auch Ihr Hausarzt, das Krankenhaus und Ihre Krankenkasse sind bei der Antragstellung behilflich. Pflegedienste bieten sowohl große Organisationen als auch private Dienstleister an. Siehe auch Kapitel 3 »Hilfen rund um die Pflege«. Bewegung und Betätigung
Regelmäßige Bewegung, möglichst an der frischen Luft, fördert
die Durchblutung, stärkt Herz und Kreislauf und die Abwehrkräfte
gegen Infektionen.
Jede Form von körperlicher Tätigkeit, sei es Gymnastik, Laufen oder
Schwimmen, wird positiv unterstützt durch geistige Betätigung wie Lesen,
Gedächtnistraining, Ratespiele oder dergleichen. Ernährung Gesunde Ernährung ist eine der Voraussetzungen, um sich eine gute und dauerhafte Gesundheit zu bewahren. Essen Sie vielseitig und ausgewogen, dem Körpergewicht und der körperlichen Bewegung angepasst. Der Bedarf an Fett, Fleisch und Kalorien sinkt im Alter, der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen bleibt aber weiterhin hoch. Achten Sie deshalb darauf, dass der Anteil von Obst, Gemüse und Ballaststoffen in der täglichen Nahrung ausreichend groß ist. Chemische Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Emulgatoren usw.), die vor allem in industriell hergestellter Schnellkost vorkommen, sind in größeren Mengen der Gesundheit eher abträglich. Wichtig: Kauen Sie gründlich. So unterstützen Sie die Verdauung und vermeiden Blähungen. Achten Sie bei der Zubereitung darauf, Ihr Essen nicht unnötig lange zu kochen, sonst gehen die meisten Vitamine verloren. Im Alter trocknen Körpergewebe und Blut leicht aus. Dadurch steigt die Gefahr von Thrombosen und Infarkten. Deshalb müssen Senioren regelmäßig genügend viel trinken, etwa zwei Liter pro Tag (Suppen, Mineralwasser, Säfte möglichst ohne Zuckerzusatz, Tee). Auch Obst ist gut. Folgen Sie dem Rat Ihres Hausarztes, wenn Sie eine Diät einhalten oder zusätzlich Vitamine oder Mineralien einnehmen sollen, zum Beispiel als Hilfe gegen Osteoporose. Impfungen Durch Alter oder Ihre gesundheitliche Situation können Sie zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehören, wenn es um die Ansteckung mit Infektionskrankheiten wie Grippe, Lungenentzündung, Tetanus, Diphtherie geht. In diesen Fällen könnte eine Schutzimpfung sinnvoll sein. Fragen Sie Ihren Hausarzt nach Vorteilen und Risiken einer Impfung. Wenn Sie einen Impfpass haben, sollte dieser bei Ihren Unterlagen griffbereit liegen.
Siehe auch Kapitel 10
»Checkliste für den Notfall«. Körperpflege Sie ist so wichtig wie die regelmäßige Bewegung. Es sei hier hingewiesen auf: • Hautpflege: Erhaltung der Feuchtigkeit • Fußpflege: Vermeidung von Infektionen und Förderung der Gehfähigkeit • Mundpflege: Vermeidung von Infektionen und Mundgeruch • Vorsorgemaßnahmen bei Inkontinenz durch Einlagen, Waschen, Wechseln der Wäsche • Lüften der Wohnung mehrmals pro Tag, vor allem bei modernen Wohnungen mit dichten Fenstern. Kranken- und Pflegeversicherung Wenn es um die richtige Pflegestufe bei Behinderungen geht, um das Beantragen eines Behindertenausweises, Informationen über die Versicherungsleistungen oder auch um Kontaktadressen, dann ist Ihre Pflegekasse oder die i.a.v.-Stelle für Sie der richtige Ansprechpartner. Eine Liste der Kranken- und Pflegekassen finden Sie in Kapitel 1 »Vorsorge und Notfälle«.
Zu den Leistungen der Pflegeversicherungen können Sie sich hier ein Merkblatt
mit einer Übersicht von der i.a.v.-Stelle als
PDF-Datei
online ansehen bzw. ausdrucken. Unterlagen für den Notfall Bewahren Sie alle wichtigen Unterlagen für den Fall eines Krankenhausaufenthalts in einer Klarsichthülle auf. Dazu gehören: • Name und Anschrift Ihres Hausarztes • Name und Anschrift Ihrer Krankenkasse und Ihrer Zusatzversicherung, falls Sie eine haben, sowie die Versichertenkarte • Liste der verordneten Medikamente, Angaben über chronische Krankheiten wie Allergien, Diabetes, Bluthochdruck, Diätvorschriften • Röntgenpass • Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung usw. Eine Checkliste für den Notfall finden Sie in Kapitel 10 »Checkliste für den Notfall«. Informationen Eine Liste der Anbieter von Alten- und Krankenpflege, Essen auf Rädern, Familienpflege, Gute-Nacht-Dienst, Hausnotruf, Kurzzeitpflege, Mittagstisch, mobile soziale Dienste sowie Wohn- und Hilfsmittelberatung finden Sie in Kapitel 3 »Hilfen rund um die Pflege«. Bei Ihrer Krankenkasse und bei allen örtlichen Pflegediensten und Nachbarschaftshilfen können Sie sich zusätzlich informieren. |
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